Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: Mai 2026

FernTalent ist eine Marke der HonestPassion GmbH, Eupener Str. 148, 50933 Köln. Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Verträge unter der Marke FernTalent.

§ 1 Anwendungsbereich

(1) Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, die die HonestPassion GmbH (nachfolgend „HP") unter der Marke FernTalent mit ihren Kunden schließt, wenn es sich dabei um einen Unternehmer, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen (nachfolgend „Kunde" oder „Auftraggeber" genannt) handelt.

(2) HP schließt keine Verträge mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ab. Der Kunde versichert, bei Vertragsschluss mit HP als Unternehmer gemäß § 14 BGB beziehungsweise als Kaufmann nach HGB zu handeln.

(3) Diese AGB gelten ausschließlich. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als HP ihrer Geltung ausdrücklich zugestimmt hat. Dieses Zustimmungserfordernis gilt in jedem Fall, beispielsweise auch dann, wenn HP in Kenntnis der AGB des Kunden mit der Erbringung der Dienstleistungen vorbehaltlos beginnt.

§ 2 Leistungen und Vertragsgegenstand

(1) Gegenstand der vertraglichen Leistung ist die Erbringung von Personalvermittlungs- und Beratungsleistungen, insbesondere die internationale Vermittlung von Fachkräften an deutsche Unternehmen sowie die damit verbundenen Vorbereitungs-, Auswahl-, Sprachschulungs- und Integrationsleistungen.

(2) HP erbringt die Leistungen als Dienstleistung im Sinne der §§ 611 ff. BGB. Ein bestimmter Vermittlungserfolg, eine bestimmte Anzahl an Kandidatenvorschlägen oder eine bestimmte Verbleibdauer der vermittelten Person beim Auftraggeber wird nicht geschuldet und nicht garantiert.

(3) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Auftragsformular bzw. der Auftragsbestätigung.

§ 3 Zustandekommen des Vertrages

Der Vertragsschluss kann schriftlich, fernmündlich oder elektronisch erfolgen. Der Kunde willigt in die Aufzeichnung von Vertragsgesprächen zu Beweis- und Dokumentationszwecken ein.

§ 4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

(1) Der Auftraggeber stellt HP rechtzeitig sämtliche für die Vermittlung erforderlichen Informationen, Unterlagen und Anforderungsprofile in vollständiger und aktueller Form zur Verfügung.

(2) Der Auftraggeber benennt einen verbindlichen Ansprechpartner mit Entscheidungskompetenz und beantwortet Anfragen sowie Freigabewünsche innerhalb angemessener Fristen.

(3) Verzögerungen, die durch eine unzureichende Mitwirkung des Auftraggebers entstehen, gehen nicht zu Lasten von HP. Der Vergütungsanspruch bleibt in solchen Fällen unberührt.

§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen

(1) Sämtliche Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Bezahlung der Leistungen von HP erfolgt sofort nach Rechnungserteilung, sofern im Auftragsformular keine abweichende Regelung vereinbart wurde.

(3) Zahlung per SEPA-Lastschrift ist möglich; der Kunde erteilt in diesem Fall ein entsprechendes Mandat. Eine Vorabankündigung („Pre-Notification") erfolgt mindestens einen (1) Werktag vor Einzug.

(4) Befindet sich der Kunde mit fälligen Zahlungen im Verzug, ist HP berechtigt, weitere Leistungen bis zur vollständigen Zahlung zurückzuhalten. Befindet sich der Kunde mit zwei (2) oder mehr fälligen Ratenzahlungen im Verzug, ist HP zur außerordentlichen Kündigung des Vertrages berechtigt; die noch ausstehende Vergütung wird in diesem Fall als pauschalierter Schadensersatz fällig.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

(1) Sofern im Auftragsformular nichts Abweichendes vereinbart ist, beträgt die Mindestlaufzeit des Vertrages drei (3) Monate.

(2) Ein ordentliches Kündigungsrecht während der Mindestlaufzeit ist ausgeschlossen.

(3) Ohne fristgerechte Kündigung verlängert sich der Vertrag automatisch um die jeweils ursprüngliche Laufzeit. Die Kündigungsfrist beträgt einen (1) Monat zum jeweiligen Ende der Laufzeit. Kündigungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

§ 7 Nutzungsrechte

(1) An den von HP im Rahmen des Vertrages erstellten und bearbeiteten Inhalten (z.B. Anforderungsprofile, Auswahlunterlagen, Kandidatendossiers, Reports) erhält der Kunde während der Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die im Vertrag vorgesehenen Zwecke.

(2) Die Einräumung weitergehender Nutzungsrechte sowie deren endgültiger Übergang stehen unter dem Vorbehalt der vollständigen Zahlung der vereinbarten Vergütung.

(3) Die Weitergabe der Inhalte an Dritte sowie deren Veröffentlichung zum Zwecke der Weiternutzung durch Dritte ist ausgeschlossen, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

§ 8 Haftung

(1) HP haftet — gleich aus welchem Rechtsgrund — uneingeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet HP ausschließlich für Schäden aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Die Haftung für Datenverlust wird der Höhe nach auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Anfertigung von Sicherungskopien eingetreten wäre.

(4) Eine etwaige Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie aufgrund ausdrücklicher Garantieübernahmen bleibt unberührt.

§ 9 Referenznennung

(1) HP ist berechtigt, den Kunden als Referenzkunden in einer Referenzliste namentlich zu nennen. Hierzu darf HP den Firmennamen und das Logo des Kunden verwenden.

(2) Der Kunde kann der Referenznutzung jederzeit aus wichtigem Grund schriftlich widersprechen. Bereits in Print- oder Offline-Medien gedruckte Referenzen bleiben unberührt.

§ 10 Datenschutz

(1) Die Parteien beachten bei der Verarbeitung personenbezogener Daten die Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). Soweit erforderlich, schließen die Parteien eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung gemäß Art. 28 DSGVO ab.

(2) Der Kunde gewährleistet die Einhaltung sämtlicher datenschutzrechtlicher Pflichten, die in seinem Verantwortungsbereich liegen, und stellt HP von Ansprüchen Dritter wegen einer von ihm zu vertretenden Datenschutzverletzung frei.

(3) Online-Meetings können zu internen Dokumentations- und Qualitätssicherungszwecken aufgezeichnet und transkribiert werden. Der Kunde ist verantwortlich für die Einholung erforderlicher Einwilligungen weiterer Teilnehmer auf seiner Seite.

§ 11 Vertraulichkeit

Die Parteien verpflichten sich, sämtliche im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen — insbesondere Geschäfts-, Kunden-, Bewerber- und Mitarbeiterdaten sowie Strategien und betriebliche Informationen — streng vertraulich zu behandeln und weder Dritten zugänglich zu machen noch zu vertragsfremden Zwecken zu nutzen. Diese Pflicht besteht zeitlich unbegrenzt über das Vertragsende hinaus fort.

§ 12 Schriftform und Salvatorische Klausel

(1) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB oder des Hauptvertrages bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung des Schriftformerfordernisses selbst.

(2) Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt diejenige wirksame Regelung, die dem mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten Zweck am nächsten kommt.

§ 13 Gerichtsstand und anwendbares Recht

(1) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist — soweit gesetzlich zulässig — der Sitz der HonestPassion GmbH in Köln.

AGB Stand: Mai 2026